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Mehr Abstimmung zwischen Schulen und Vereinen


Am 16. Juni veranstaltete der Kreisjugendring Plön e.V. seine jährliche Vollversammlung im Kinder- und Jugendhaus Schönberg. Hierzu waren Vertreter und Vertreterinnen der Mitgliedsvereine sowie aus Verwaltung und Politik eingeladen. In diesem Jahr widmete man sich der Frage, wie sich Vereinsleben und Freizeitgestaltung junger Menschen mit ausgedehnten Schulzeiten vereinbaren lassen. Die Gäste waren aufgerufen in angeleiteten Diskussionsrunden einen interessierten und kritischen Blick auf das Verhältnis von Schule respektive Offene Ganztagsschule und Jugendarbeit zu werfen. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und erste Wünsche formuliert. Dabei kristallisierten sich drei wesentliche Schwerpunkte heraus: Zeit – Kooperation – Anerkennung.
Der Zeitfaktor ist wesentlicher Bestandteil und steckt bereits im Wort Freizeit; Schulzeiten die sich bis in den Nachmittag ziehen, verringern die Möglichkeiten sich nach der Schule in Vereinen oder an anderer Stelle zu engagieren. Manche Vereine beklagen bereits einen Rückgang von ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamern und auch die Teilnehmerzahlen in Gruppenstunden oder Projekten gehen zurück. Gleichwohl sind außerschulische Aktivitäten für die persönliche Entfaltung junger Menschen nützlich. Gerade die Selbstbestimmtheit, die in einer freiwilligen Aktivität liegt, begünstigt die Weiterentwicklung vieler Fähigkeiten durch ein erhöhtes Maß an Motivation. Vor allem obliegt Schule einem zuweilen starrem Lehrplan, welcher es erschwert genügend Auswahlmöglichkeiten zu schaffen. Um diesen beiden Entwicklungen beizukommen war es ein Vorschlag der Gäste, die Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen auszubauen. Dies könnte Angebote und Möglichkeiten schaffen, jungen Menschen die Teilnahme an ehrenamtlichen Tätigkeiten, Jugendgruppenleiter_innen-Ausbildungen und anderen Projekten zu erleichtern.
Die Erkenntnis, dass hier noch Luft nach oben ist und viele Synergieeffekte noch geschaffen werden könnten, wie etwa in Konzeptabsprachen und Aufgabenverteilungen, war allgemein greifbar. Allerdings bedinge dies auch die Anerkennung von Ehrenamt und die Bereitstellung von Ressourcen. Hinsichtlich der Anerkennung müssten für Schülerinnen und Schüler Freiräume geschaffen werden, einem Ehrenamt nachgehen zu können ohne, dass es Ihnen zum Nachteil in Ihrer schulischen Entwicklung gereiche.
Ein wesentlicher Punkt bezieht sich in solchen Kooperationen und dem Ehrenamt allgemein, auf die Ressourcenverteilung. Um nur wenige Punkte anzusprechen, bräuchten beispielsweise kooperative Projektideen die nötigen Mittel zu Realisierung und ebenso wären Investitionen in die Infrastruktur ein wichtiger Punkt. Gerade in ländlichen Gebieten ist die Mobilität junger Menschen durch nicht ausreichend gestellten öffentlichen Nahverkehr eingeschränkt.
Der Gegenstand des Themas ist nicht neu, jedoch ist es wichtig immer wieder das Augenmerk darauf zu richten und gegebenenfalls nachzujustieren um Entwicklungen aufzufangen und auf die Bedürfnisse junger Menschen zu reagieren.

Die Vollversammlung war ein voller Erfolg und konnte durch die rege Teilnahme seiner Mitgliedsvereine und Gäste dem Verhältnis von Schule und Jugendarbeit niederschwellig und interessiert auf den Grund gehen. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde, neben gängigen Formalien, auch die Jugendfeuerwehr Heikendorf für das beste Sammelergebnis der Jugendsammlung 2017 geehrt. Darius Swolana, vom Kreisfeuerwehrverband Plön, nahm den Pokal entgegen. Zudem wurden schließlich Manfred Mölich als Kassenwart sowie Carmen Grams-Hinrichsen und Reinhard Heymann als Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Sie bilden den geschäftsführenden Vorstand des Kreisjugendring Plön e.V.